Georg Strasser setzt verstärkt auf die Wiener Stadtlandwirtschaft

17.08.2017 | Aktuelles

Der designierte Bauernbundpräsident sieht in der Stadtlandwirtschaft Wiens die Nähe zum Konsumenten als größte Chance – Bauernbund-Obmann Franz Windisch erläuterte die vielfältigen Herausforderungen einer Produktion in Stadtnähe und die Rolle der verschiedenen Sparten in Wien.

Der designierte neue Bauernbund-Präsident, Abg.z.NR Dipl. Ing.  Georg Strasser, tourt durch Österreich und legte dabei euch einen besonderen Fokus auf die Stadtlandwirtschaft in Wien. Bauernbund-Obmann Präsident ÖkR Ing. Franz Windisch erläuterte zusammen mit Vertretern der Wiener Landwirtschaft die Besonderheiten von Gartenbau, Acker-, Wein-, Obstbau und Zierpflanzenproduktion in der im Nahbereich des urbanen Raums der Bundeshauptstadt.

 

Besonderheiten der Stadtlandwirtschaft

„Die Wiener Gärtner, Winzer, Acker-, Obstbauern und Zierpflanzengärtner sind ein Schaufenster und eine Visitenkarte für die Landwirtschaft und leben jeden Tag die enge Verbundenheit mit den Konsumentinnen und Konsumenten“, so Franz Windisch im Rahmen der Betriebsbesichtigung seines Ackerbaubetriebes in Wien-Oberlaa.

 

Das Naheverhältnis zur Bevölkerung im Spannungsfeld zwischen Stadtentwicklung, Strukturwandel und Erhalt der Produktions- und Naherholungsräume stand im Mittelpunkt eines Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Wiener Landwirtschaft. „Für die Stadtlandwirtschaft in Wien hat Nahversorgung  eine ganz besondere Bedeutung, wir sehen es als große Chance, mit den Konsumentinnen und Konsumenten in direktem Kontakt und damit in einem Dialog zu stehen. Diesen wollen wir auch kontinuierlich ausbauen, um auf die Bedürfnisse der landwirtschaftlichen Produktion hinzuweisen“, erläutert Windisch. Weitere Themen des Workshops umfassten die Themen Sicherung des Einkommens für die Familien aus der Landwirtschaft, vermehrte Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und die zukünftigen Herausforderungen der sozialen Sicherheit in der Landwirtschaft.

 

Wiedererkennbarkeit Wiener Produkte

Der Bauernbund-Direktor von Wien, Norbert Walter, MAS, hob die Bedeutung von Produkten und ihrer Erkennbarkeit im Lebensmitteleinzelhandel hervor: „Der Weinbau kann uns hierbei in vielen Punkten Vorbild sein, um als Visitenkarte und für die gesamte Landwirtschaft zu sein, Daran wollen wir anknüpfen, dass die Wienerinnen und Wiener wissen, woher das Gemüse und die Köstlichkeiten im Handel kommen“. Das unterstrich Obmann-StV. Vizepräsident DI Herbert Schilling: „Mit der Nachvollziehbarkeit der Herkunft einer Flasche bis zurück zur Riede schafft man Sicherheit für die Konsumentinnen und Konsumenten – und baut Vertrauen für unsere Produktion auf“.

 

Wertvolle Ideen für das Wahlprogramm mitgenommen

„In den Gesprächen hat sich herausgestellt, dass in Zukunft vor allem eine nachhaltige Weiterentwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik entscheidend ist, damit den bäuerlichen Familienbetrieben auch nach 2020 eine Perspektive eröffnet werden kann. Gleichzeitig ist wichtig, dass den bäuerlichen Familien Einkommenschancen aufgezeigt werden, um in Zeiten knapper öffentlicher Budgets weiterhin ausreichend Einkommen erwirtschaften zu können“, so Georg Strasser abschließend.

Foto v.l.n.r.: BB-Direktor von Wien, Norbert Walter, Ehrenobmann ÖkR Ing. Gottfried Schabbauer, desig. BB-Präsident DI Georg Strasser, desig. BB-Direktor Mag. Norbert Totschnig, Landesbäuerin Irene Trunner, Landesobmann Präs. ÖkR Ing. Franz Windisch, Obmann-Stellvertreter VPräs. ÖkR DI Herbert Schilling. Fotocredits: Wiener Bauernbund/ DI Paul Unterhuber