Bauernbund hat viel erreicht – und noch sehr viel vor

31.01.2018 | Nachrichten

Der Wiener Bauernbund blickt auf zahlreiche Erfolge für die Betriebe in Wien: vor allem in steuerlicher Hinsicht konnten zahlreiche Erschwernisse für die Familienbetriebe verhindert werden.

Der Wiener Bauernbund erarbeitete bei einer Klausur der Kandidatinnen und Kandidaten für die Kammerwahlen die Leitlinien für die zukünftige Kammerarbeit. Der Obmann des Wiener Bauernbundes, Präsident ÖkR Ing. Franz Windisch machte deutlich, wie sehr die verschiedenen Sparten in Wien eine Fülle zugeschnittener Lösungen bedürfen: „Die Wiener Stadtlandwirtschaft ist vielfältig und in Gartenbau, Weinbau, Acker-, Obst- und Zierpflanzenbau braucht es entsprechende Initiativen der Landwirtschaftskammer.“  

Steuerliche Erschwernisse konnten entschärft und verhindert werden

Wesentlicher Aspekt der Kammerarbeit in den vergangenen Jahren war die Erhaltung des Einheitswertsystems: „Die Ertragswertbasis und der Erhalt von Voll- und Teilpauschalierung sicherte die Familienbetriebe vor einer Anhebung auf Verkehrswerte und damit auch Anhebungen von Grundsteuer, Kirschensteuer und anderen Abgaben der Land- und Forstwirtschaft“, so Windisch. Eine Erhöhung der Einheitswerte-Gesamtsumme aller landwirtschaftlichen Flächen in Wien nach der Neubewertung konnte verhindert werden, eine Ausnahmeregelung bei der Grunderwerbssteuer für Landwirtschaft erreicht werden, die insbesondere bei Hofübergaben wichtig ist. „Und die ungerechte Erbschafts- und Schenkungssteuer wurde auch mit klaren Worten der Wiener Kammer verhindert!“ Aber nicht nur neue Steuern konnten verhindert werden, sondern auch Förderungen gesichert und ausgebaut werden: „Die volle Ausfinanzierung des Investitionsprogrammes in der Ländlichen Entwicklung durch eine ausreichende Dotierung des Bundes- und Landesanteiles konnte und eine Umstiegs- und Startprämie für biologische Produktion in Wien aus dem Landesbudget erreicht werden“.  

Vereinfachungen in vielen Bereichen geschaffen

Die Kandidatinnen und Kandidaten konnten sich davon überzeugen, wie sehr sich der Einsatz in den vergangenen Jahren gelohnt hatte: Es konnten eine verbesserte Einreichung und vereinfachte Auszahlung des Jagdpachtes, eine bessere Bezuschussung der Prämien für Mehrgefahren- und Dürreindexversicherung samt Ausweitung der versicherbaren Kulturen für verbessertes Risk Managment sowie Vereinfachungen beim PSM Sachkundenachweis und bei der PSM- Geräteüberprüfungsverordnung erzielt werden. Eine Ausnahmeregelung ermöglicht es auch in Zukunft, dass LKWs für die Landwirtschaft von den IG Luft-Fahrverboten ausgenommen sind. „Und wir konnten zahlreiche Widmungsverfahren, wie zum Beispiel für den Weinbau in Neustift, wirkungsvoll entschärfen“, so Windisch.  

Im Mittelpunkt steht die Sicherung der Produktion

„Viele Erfolge sind nur durch eine wirkungsvolle und koordinierte Vorgangsweise einer geschlossenen Landwirtschaftskammer möglich“, so Windisch. „Es ist ganz wesentlich, diese Erfahrung einzubringen – denn wir haben noch viel vor. Die Erfolge der vergangenen Jahre lassen uns die kommenden Herausforderungen mit umso mehr Kraft ins Auge fassen“, so Windisch abschließend.

Foto: Die Teilnehmer der Klausur. Franz Windisch mit Kandidatinnen und Kandidaten des Wiener Bauernbundes Foto: Fotocredits: DI Paul Unterhuber, Wiener Bauernbund