Bauernbund-Vorstand fordert rasche Festlegung auf GAP

13.08.2019 | Nachrichten

Wiener Bauernbund-Vorstand legt Eckpunkte für Sommer- und Herbstarbeit fest – klare Forderung für Finanzierungszusicherung der GAP und Warnung vor Beschlüssen des Nationalrates

 

Die Sommersitzung des Wiener Bauernbundes stand ganz im Zeichen der politischen Weichenstellungen der vergangenen und zukünftigen Monate: die aktuelle Beamtenregierung und die Ankündigung der Neuwahlen des Nationalrates im Herbst veranlassten den Wiener Bauernbund, die Forderung einer raschen und nachhaltigen Finanzierungszusage für die Gemeinsame Agrarpolitik deutlich zu unterstreichen. Windisch:
Beamtenregierung darf nicht zu Stillstand führen“
Der Obmann des Wiener Bauernbundes, Präs. ÖkR Ing. Franz Windisch, sieht im aktuellen Verhandlungsstadium der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union einen wesentlichen Knackpunkt für die nächsten Jahre: „Wir stehen vor wichtigen Entscheidungen. Es braucht einen nationalen Schulterschluss für eine starke Landwirtschaft und ein klares Bekenntnis zu den bisherigen Finanzierungszusagen. Aber vor allem braucht es ein starkes österreichisches Verhandlungsmandat in Brüssel!“ Windisch sieht die aktuelle Bundesregierung gefordert, diese Verhandlungen mit aller Entschiedenheit zu führen: „Wir brauchen Planungssicherheit und geordnete Rahmenbedingungen für die Wiener Landwirtschaft. Die Beamtenregierung muss die Weichenstellungen von Bundesministerin Elli Köstinger und Bundeskanzler Sebastian Kurz mit aller Konsequenz weiterverfolgen. Es darf nicht zu einem Stillstand kommen“, warnte Windisch. 
Walter: Vorbereitungen Erntedankfest laufen auf Hochtouren
Der Direktor des Wiener Bauernbundes, Vzpräs. Norbert Walter, erläuterte die organisatorischen Eckpunkte des Wiener Bauernbundes der nächsten Monate: „Das traditionelle Erntedankfest wird im Herbst inmitten der heißen Phase des Nationalratswahlkampfes stehen. Der Wiener Bauernbund wird hierbei gerne die Bühne für die österreichische Landwirtschaft gestalten.“ Der Bauernbunddirektor hob auch die Erfolge bei der Europawahl hervor: „Mit Simone Schmiedtbauer und Alexander Bernhuber hat der Bauernbund nun zwei Abgeordnete in Brüssel – mit jeweils starken Vorzugsstimmenergebnissen aus Wien.“ „Freies Spiel der Kräfte“ im Parlament birgt Gefahren
Kritisch äußerte sich der Landesvorstand zu den jüngst im Nationalrat gefassten Entscheidungen.
Das „freie Spiel der Kräfte“ nach dem Zerbrechen der Koalition führt zu zahlreichen Entscheidungen, die „auf Kosten der Landwirtschaft“ getroffen werden. Der Wiener Bauernbund mahnte geschlossen ein besonnenes Verhalten bei der aktuellen Debatte zu Klimaschutz, Steuerzuckerl und Pflanzenschutz ein. „Die nächsten Monate stehen im Zeichen eines Wahlkampfs und sollen klar herausstreichen, wer die besten Konzepte für die Landwirtschaft in Wien und Österreich hat“, so Windisch. Der Wiener Bauernbund nominierte einstimmig die Wiener Weinkönigin, Elisabeth Wolff, erneut zur Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl.

Der Bauernbund-Vorstand tagte in den Weingärten des Bisamberges Fotocredits: Wiener Bauernbund. Paul Unterhuber